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Vegane Kartoffelknödel und Rotkraut mit Apfel

Kartoffelknödel und Rotkraut mit Apfel selber machen geht einfach und schmeckt himmlisch! Ein klassisches und gleichzeitig veganes Rezept aus Österreich.
5 von 10 Bewertungen
Vorbereitung 45 Minuten
Kochzeit 2 Stunden
Zusätzliche Zeit (Rotkraut über Nacht ziehen lassen) 8 Stunden
Gerichtart Beilagen
Küche Österreich
Portionen 4 Portions
Calories 766 kcal

Kochutensilien

Zutaten
  

Kartoffelknödel

  • 1 kg Kartoffeln ! mehlige
  • 50 g Mehl glattes Weizenmehl
  • 200 g Kartoffelstärke
  • 50 g vegane Butter weich, Zimmertemperatur
  • etwas Muskatnuss frisch gerieben
  • 1 TL Salz + 3 EL Salz für das Kochwasser

Rotkraut

  • 1 kg Rotkraut ca., in etwa 1 kleinerer Kopf
  • 2 Äpfel
  • 5 EL Essig vorzugsweise Apfelessig oder Rotweinessig oder gemischt
  • ½ TL Salz
  • etwas Pfeffer frisch gemahlen
  • 125 ml Saft Apfelsaft, Orangensaft oder Traubensaft. Er ist nicht notwendig, aber es bietet sich hier auch Traubensaft für Erwachsene an, nämlich Rotwein
  • 125 ml Wasser
  • 1/2 TL (selbsgemachtes) Gemüsebrühpulver
  • 1 Lorbeerblatt großes
  • 1 Zimtstange
  • 5 Nelken
  • 3 EL Öl zB. Rapsöl
  • 1 rote Zwiebel große
  • 1 TL Zucker oder ein anderes Süßungsmittel wie bspw. Agavendicksaft

Zubereitung
 

Kartoffelknödel

  • Kartoffeln in kaltes Wasser geben und zum Kochen bringen. Kaltes Wasser deshalb, damit die Kartoffeln gleichmäßig von außen nach innen gar werden können. Wenn du sie von Beginn an in heißem Wasser kochst, wird der Rand zu einer Art Isolationsschicht und die Hitze kann schlechter ins Kartoffelinnere durchdringen.
  • Indem du mit einem kleinen Küchenmesser oder einer Gabel in eine der Kartoffel stichst, kannst du überprüfen, ob sie gar sind. Das Messer sollte sich leicht wieder herausziehen lassen. Das ist nach ca. (! je nach Größe) 30 Minuten der Fall.
  • Schrecke die Kartoffeln mit kaltem Wasser ab, so lassen sie sich leichter schälen.
  • Die Kartoffeln noch während sie warm sind mit einer Kartoffelpresse pressen.
  • Mit allen anderen Zutaten (Mehl, Kartoffelstärke, vegane Butter, Muskatnuss und 1 TL Salz) vermengen und zu einem glatten Teig kneten.
    Sollte er sich noch zu klebrig anfühlen, füge noch etwas Kartoffelstärke hinzu. Einen zu festen Teig machst du mit etwas weicher veganer Butter wieder gut. Bitte jeweils immer nur in kleinen Schritten hinzufügen, damit du es nicht wieder in die andere Richtung ausgleichen musst und am Schluss eine Mehl-Butter-Masse hast.
  • Die Masse im Kühlschrank abkühlen lassen, dann lässt sie sich leichter formen. Damit du gleich große Knödel erhältst, forme die Masse zu einer Wurst und schneide sie in gleich große Teile. Den Teig halbieren = zwei Teile, dann jedes Teil nochmals halbieren = 4 Teile. Jedes dieser Teile wieder halbieren (= 8 Teile) und wieder halbieren. Et voilà, du hast 16 recht gleich große Teile.
  • Forme mit leicht feuchten Händen Knödel und schau, dass sie möglichst glatt sind und keine Risse aufweisen. Sie werden übrigens durch das Kochen etwas größer.
  • Das Kochwasser großzügig salzen (ca. 3 EL auf 3 Liter Wasser) und zum Kochen bringen. Anschließend auf kleine Flamme umstellen, damit das Wasser lediglich simmert. Das ist wichtig: Damit die Knödel nicht zerfallen, soll das Wasser kurz vor dem Siedepunkt sein und keinesfalls mehr kochen.
  • Die Knödel langsam in das Wasser gleiten lassen und für ca. 20 Minuten ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche gestiegen sind. Stupse die Knödel im Wasser Stück für Stück mal an, damit sie sich nicht am Boden bzw. aneinander kleben.
  • Aus dem Wasser nehmen, vorsichtig mit großen Löffeln oder einer Schaumkelle

Rotkraut

  • Vom Rotkraut die äußeren Blätter entfernen. Anschließend zuerst halbieren, dann die Hälften nochmals halbieren und den Strunk wegschneiden.
  • Nun das Rotkraut möglichst fein schneiden. Ich verwende dafür meine Küchenmaschine. Damit es fein genug wird, reicht die grobe Schnittfläche.
  • Die Äpfel in sehr kleine Stücke schneiden oder sie mit der Küchenmaschine reiben: Einfach den Aufsatz wechseln und zum Rotkraut dazu raspeln.
  • Essig, Salz, Pfeffer, Saft und Gemüsebrühe hinzufügen und mit den Händen schön durchkneten. Das ganze kann zwar sofort weiterverarbeitet werden und schmeckt auch dann sehr gut. Aber sehr sehr gut wird es, wenn du alles über Nacht (oder eben den ganzen Tag lang) ziehen lässt.
  • Am nächsten Tag (oder Abends, je nachdem) die Zwiebel in kleine Würfeln schneiden.
  • Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebelwürfel hinzufügen und braten bis sie glasig werden.
  • Als Nächstes den Zucker hinzufügen und etwas karamellisieren lassen.
  • Nun kommt das durchgezogene Rotkraut mitsamt all der Flüssigkeit hinzu. Außerdem auch das Lorbeerblatt, die Zimtstange und Nelken. Die Nelken können in ein Teeei gegeben werden. Oder nach dem Kochen herausgefitzlt. Oder ganz einfach drinnen lassen - sie werden ausgekocht und es ist halb so wild auf eine zu beißen (so mache ich es). Alternativ kannst du sie auch in eine geschälte Zwiebel stecken und die dann mitkochen.
  • Mit einem Deckel zudecken und für ca. eine Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen.
  • Schau hin und wieder nach, ob mehr Flüssigkeit benötigt wird. Falls ja, füge einfach einen Schuss Wasser hinzu.
  • Am Ende der Kochzeit, wenn das Rotkraut schön weich ist, das Lorbeerblatt, die Zimtstange und ggf. Nelken entfernen.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Notizen

  • Die einfache angegebene Menge ergibt 16 Kartoffelknödel und 4 Portionen Kraut.
  • Das Rotkraut darf aufgewärmt werden. Im Kühlschrank ist es ca. 3 Tage lang haltbar. Hinweise zur Aufbewahrung und Resteverwertung von Kartoffelknödel findest du im Post selbst.

Nährwerte

Serving: 1 PortionCalories: 766kcalCarbohydrates: 135gProtein: 14gFat: 22gSaturated Fat: 3gPolyunsaturated Fat: 7gMonounsaturated Fat: 12gTrans Fat: 2gSodium: 1196mgPotassium: 2378mgFiber: 18gSugar: 29gVitamin A: 2931IUVitamin C: 200mgCalcium: 212mgIron: 6mg