Rotkraut mit Apfel und Kartoffelknödel

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Dieses Mal habe ich gleich zwei Rezepte für dich, nämlich Rotkraut mit Apfel und Kartoffelknödel. Beides klassisch, vegan, einfach und gesund. Und so unglaublich gut! Das Internet ist voll mit “bestes Rezept für xxx” – wie eben für klassisches geschmortes Rotkraut (bzw. Rotkohl oder Blaukraut) und für Kartoffelknödel (bzw. Kartoffelklöße oder Erdäpfelknödel). Falls du dich nicht entscheiden kannst, gib doch diesem allerbesten hier eine Chance, du wirst es nicht bereuen.

Das Rotkraut ist keine Wissenschaft und auch die Kartoffelknödel sind einfach zu machen. Das Kraut ist voller Geschmack und die Knödel fluffig, flaumig. Und sie zerfallen garantiert nicht, wenn du dich an mein Rezept hältst. Das Rotkraut und die Kartoffelknödel koche ich gerne an einem ganz normalen Tag, wobei sie auch wunderbar an Weihnachten passen. In diesem Post zeige ich dir, wie du Rotkraut mit Apfel und Kartoffelknödel vegan bzw. vegetarisch zubereitest, dass selbst deine Oma staunt. Anfangs habe ich ja überlegt, sie jeweils in einem eigenen Posting zu huldigen. Da sie jedoch so gut zusammenpassen, konnte ich sie dann doch nicht trennen. Dennoch hier mal der Reihe nach …

Auf den Fotos siehst du die Knödel einmal mit dem Messer fein säuberlich auseinandergeschnitten und einmal mit der Gabel auseinandergerissen. Sehen sie nicht köstlich aus?

Gans und gar nicht

Rotkraut findet sich im Sommer oft in Salaten oder Sommerrollen (Glücksrollen) und im Herbst und Winter in geschmorter Form. Oft wird es, wie die Kartoffelknödel, als Beilage gegessen – zu einer toten Gans (vor allem am 11. November, dem Martinstag und an Weihnachten). Buhu! Lasst die Gänse bitte weiter schnattern und vergnügt euch mit dem Gemüse. Es ist so gut und ausreichend. Denn zweimal leckere Beilage ist ein vollständiges Gericht. Wer wie ich schon so lange vegetarisch bzw. vegan lebt, wird diese Kalkulation vermutlich auch so sehen.

Apropos Gänse: Falls du dich wunderst, warum ich hier von veganem Rotkraut schreibe. Sehr oft wird es mit Gänseschmalz (würg) zubereitet! Solltest du also mal Rotkraut im Lokal essen, frage zur Sicherheit lieber nach. 

Es muss kein Wein sein

In sehr vielen klassischen Rezepten für Rotkraut kommt Wein als Zutat vor. Da jedoch meine Tochter mitisst und wir selten Wein zu Hause haben, habe ich das Rotkraut ohne diesem gemacht; dafür mit Äpfel, wirklich unglaublich gut! Neben dem frischen Obst kommt außerdem Obstsaft in das Gericht. Und falls es doch in die Richtung Wein gehen soll: Traubensaft ist eine Option. Und den Wein kannst du ja immer noch dazu trinken. 

XXL Gnocchi

Als XXL Gnocchi würde ich jemandem Kartoffelknödel beschreiben, der noch nie welche gegessen hat. Gnocchi sind immer gut und das Ganze in riesengroß bestimmt kein Fehler. Kartoffelknödel sind sozusagen die große Gnocchi Schwester aus Österreich (oder Deutschland). Jedenfalls so unglaublich lecker. Und recht einfach selber zu machen, dass ich mich ein wenig ärgere, erst vor kurzem so richtig auf den Geschmack gekommen zu sein.

Als ich sie das erste Mal zubereitet habe, habe ich mich gefragt, ob ich wirklich gerade gekochte Kartoffeln zerkleinere, um sie nachher wieder in fast dieselbe Form zusammenzusetzen?! Aber glaube mir, dieser minimale Mehraufwand lohnt sich. Sie sind soooo fluffig, flaumig, samt, glatt, zart, weich – wahrlich ein Gedicht! 

Ans Eingemachte gehen

Sodala, genug gequasselt. Nun wird es Zeit ans Eingemachte bzw. Geschmorte und Gekochte zu gehen und dir zu zeigen, wie du Rotkraut richtig schneidest, würzt, welchen Essig du verwendest und was zu beachten ist, dass dir die Knödel nicht zerfallen, und das ohne der Zugabe von Ei. Das Rezept wirkt sehr lang was aber deshalb der Fall, weil ich gerne alles genau erkläre.

Auch hier wieder: Einmal geschnitten und einmal mit der Gabel auseinandergerissen.

Omas Level

Du wirst sehen, dass die Zubereitung für Rotkraut mit Apfel und Kartoffelknödel einfach ist und das Ergebnis zum Eingraben. Es schmeckt mindestens so gut wie bei Oma. Wahrscheinlich wird sie dich sogar nach dem Rezept fragen, hihi. Ich hoffe, es mundet dir so gut wie mir (und meinem Liebsten und unserer Spatzimaus). Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen. Und nun viel Spaß beim Kochen!


Yield: 4 Portionen Kraut und 16 Knödel

Rotkraut mit Apfel und Kartoffelknödel

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Allerbestes Rezept für Rotkraut mit Apfel und Kartoffelknödel. Klassisch, vegan und mindestens so gut wie bei Oma. Schmeckt jeden Tag und an Weihnachten.

Ingredients

Rotkraut

  • 1 kleinerer Kopf Rotkraut (ca. 1 kg schwer)
  • 2 Äpfel
  • 5 EL Essig (vorzugsweise Apfelessig oder Rotweinessig oder gemischt)
  • ½ TL Salz
  • etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
  • 125 ml Saft (Apfelsaft, Orangensaft oder Traubensaft. Er ist nicht notwendig aber es bietet sich hier auch Traubensaft für Erwachsene an, nämlich Rotwein)
  • 125 ml Gemüsebrühe (oder Wasser mit Suppenpulver/Gemüsebrühpulver)
  • 1 großes Lorbeerblatt
  • 1 Zimtstange
  • 5 Nelken
  • etwas geschmacksneutrales Öl (zB. Rapsöl)
  • 1 große rote Zwiebel
  • 1 TL Zucker (oder anderes Süßungsmittel)

Kartoffelknödel

  • 1 kg mehlige (!) Kartoffeln
  • 50 g Mehl (reguläres Weißmehl)
  • 200 g Kartoffelstärke
  • 50 g vegane Butter (weich, Zimmertemperatur)
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 TL Salz
  • + 3 EL Salz für das Kochwasser (ja, das wird großzügig gesalzen)

Instructions

Rotkraut

  1. Vom Rotkraut die äußeren Blätter entfernen. Anschließend zuerst halbieren, dann die Hälften nochmals halbieren und den Strunk abschneiden. 
  2. Nun das Rotkraut möglichst fein schneiden. Ich verwende dafür meine Küchenmaschine. Hierbei reicht jedoch die grobe Schnittfläche, damit es fein genug wird. 
  3. Die Äpfel in kleine Stückchen schneiden oder sie mit der Küchenmaschine reiben: Einfach den Aufsatz wechseln und zum Rotkraut dazu raspeln. 
  4. Nun Essig, Salz, Pfeffer, Saft und Gemüsebrühe hinzufügen und mit den Händen schön durchkneten. Das ganze kann zwar sofort weiterverarbeitet werden und schmeckt auch dann sehr gut. Aber sehr sehr gut wird es, wenn du alles über Nacht ziehen lässt. 
  5. Am nächsten Tag die Zwiebel in kleine Würfeln schneiden.
  6. Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebelwürfel hinzufügen und braten bis sie glasig werden.
  7. Als Nächstes den Zucker hinzufügen und etwas karamellisieren lassen.
  8. Nun kommt das durchgezogene Rotkraut mitsamt all der Flüssigkeit hinzu. Außerdem auch das Lorbeerblatt, die Zimtstange und Nelken. Die Nelken können in ein Teeei gegeben werden. Oder nach dem Kochen herausgefitzlt. Oder ganz einfach drinnen lassen - sie werden ausgekocht und es ist halb so wild auf eine zu beißen (so mache ich es). Alternativ kannst du sie auch in eine geschälte Zwiebel stecken und die mitkochen. 
  9. Mit einem Deckel zudecken und für ca. eine Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen.
  10. Schau hin und wieder nach ob mehr Flüssigkeit benötigt wird. Falls ja, füge einfach einen Schuss Wasser hinzu.
  11. Am Ende der Kochzeit, wenn das Rotkraut schön weich ist, das Lorbeerblatt, die Zimtstange und ggf. Nelken entfernen. 
  12. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 


Kartoffelknödel

  1. Kartoffeln in kaltes Wasser geben und zum Kochen bringen. Kaltes Wasser deshalb, damit die Kartoffeln gleichmäßig von außen nach innen gar werden können. Wenn du von Beginn an in heißem Wasser kochst, wird der Rand zu einer Art Isolationsschicht und die Hitze kann kaum mehr ins Kartoffelinnere durchdringen.
  2. Indem du mit einem kleinen Küchenmesser oder einer Gabel in eine der Kartoffel stichst kannst du überprüfen, ob sie gar sind. Das Messer sollte sich leicht wieder herausziehen lassen.
  3. Schrecke die Kartoffeln mit kaltem Wasser ab, so lassen sie sich leichter schälen. 
  4. Die Kartoffeln noch während sie warm sind pressen. Ich verwende dafür diese Kartoffelpresse hier, die mir schon seit Jahren sehr viel Freude bereitet. Große Empfehlung!
  5. Mit allen anderen Zutaten (Mehl, Kartoffelstärke, vegane Butter, Muskatnuss und 1 TL Salz) vermengen und zu einem glatten Teig kneten. Sollte er sich noch zu klebrig anfühlen, füge noch etwas Kartoffelstärke hinzu. Einen zu festen Teig machst du mit etwas weicher veganer Butter wieder gut. 
  6. Die Masse (im Kühlschrank) abkühlen lassen, dann lässt sie sich leichter formen. Damit du gleich große Knödel erhältst, forme die Masse zu einer Wurst und schneide sie in gleich große Teile. Den Teig halbieren = zwei Teile, dann jedes Teil nochmals halbieren = 4 Teile. Jedes dieser Teile wieder halbieren (= 8 Teile) und wieder halbieren. Et voilà, du hast 16 recht gleich große Teile. 
  7. Forme mit leicht feuchten Händen Knödel und schau, dass sie möglichst glatt sind und keine Risse aufweisen. Sie werden übrigens durch das Kochen etwas größer. 
  8. Das Kochwasser großzügig salzen (ca. 3 EL auf 3 Liter Wasser) und zum Kochen bringen. Anschließend auf kleine Flamme umstellen, damit das Wasser lediglich simmert. Das ist wichtig: Damit die Knödel nicht zerfallen, soll das Wasser kurz vor dem Siedepunkt sein und keinesfalls mehr kochen.
  9. Die Knödel langsam in das Wasser gleiten lassen und für ca. 20 Minuten ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche gestiegen sind. Stupse die Knödel im Wasser Stück für Stück mal an, damit sie sich nicht am Boden bzw. aneinander kleben.

Notes

Das Rotkraut darf aufgewärmt werden. Im Kühlschrank ist es ca. 3 Tage lang haltbar.

Hast du dieses Rezept ausprobiert?

Instagram Icon Ich würde das Ergebnis total gerne sehen. Vergiss daher nicht, mich auf Instagram zu taggen: @plantbased.redhead.cooks

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