Barista Hafermilch
Diese selbstgemachte Barista Hafermilch kombiniert Haferflocken mit Cashews, Mandeln und Paranüssen zu einer cremigen, vollmundigen Pflanzenmilch. Anders als viele selbstgemachte Haferdrinks wird diese Variante nicht schleimig; etwas (Sonnenblumen-)Lecithin sorgt für ein noch runderes Mundgefühl, während Datteln ihr die milde, natürliche Süße geben, die man von Hafermilch kennt, ohne dass sie süß schmeckt. Ich bereite sie mit meiner Mylky Maschine zu, die die Zutaten direkt filtert, sodass kein Nussmilchbeutel nötig ist; ein kleines Stück Vanilleschote rundet das Aroma auf Wunsch ab.
Was ist Barista Hafermilch?
Barista Hafermilch ist auf eine cremige Konsistenz und die Verwendung in Kaffee abgestimmt. Im Vergleich zu normaler Hafermilch enthält sie häufig mehr Fett sowie je nach Produkt Emulgatoren, Säureregulatoren oder Stabilisatoren.
Meine selbstgemachte Variante ist ein Barista Blend, also eine Mischung. Bei mir besteht sie aus Hafer und verschiedenen Nüssen.


Was meine Barista Hafermilch besonders macht
Mehr Hafer macht nicht automatisch eine cremigere Hafermilch – bei meinen Tests schmeckte sie dadurch vor allem stärker nach Hafer.
Das oft empfohlene zusätzliche Öl war für mich aber auch keine Option. Fett ja, aber Öl? Das muss doch auch anders funktionieren.
Deshalb habe ich Haferflocken mit Nüssen und weiteren Zutaten kombiniert:
- Cashews und Mandeln liefern von Natur aus Fett und Protein und sorgen für mehr Cremigkeit, ohne dass Öl hinzugefügt werden muss.
- Paranüsse ergänze ich vor allem wegen ihres Selen-Gehalts. Selen ist ein essentielles Spurenelement und gilt bei veganer Ernährung als potenziell kritischer Nährstoff.
- (Sonnenblumen-)Lecithin macht einen merklichen Unterschied. Lecithin ist ein natürlicher Emulgator, der unter anderem in Sonnenblumenkernen und Sojabohnen vorkommt und hilft, Wasser und Fett gleichmäßiger miteinander zu verbinden, wodurch die Milch runder, voller und cremiger schmeckt.
- Datteln runden den Geschmack ab. Die Milch schmeckt dadurch weder nach Datteln noch süß, sondern bekommt die milde natürliche Süße, die man von Hafermilch kennt.
- Vanilleschote verwende ich optional, mal mache ich die Milch mit, mal ohne.
Cashews und Mandeln verwende ich übrigens auch für andere selbstgemachte vegane Alternativen zu klassischen Milchprodukten: Aus Mandeln mache ich einen veganen Feta, aus Cashews einen cremigen veganen Sauerrahm.

So wird meine Hafermilch nicht schleimig
Ich verwende kaltes Wasser und weiche die Haferflocken vorher nicht ein. Meist nehme ich Feinblatt-Haferflocken, da ich die ohnehin für mein Porridge zu Hause habe (und meine Tochter sie gerne pur nascht!).
Für 1 Liter Wasser verwende ich 50 g Haferflocken – diese Menge hat sich bei meinen Tests am besten bewährt.
Mylky trägt bei mir bestimmt auch seinen Teil dazu bei, dass die Hafermilch nicht schleimig wird. Kaltes Wasser und die üblichen Tipps allein haben bei meinen früheren Versuchen nämlich nicht gereicht.
Mehr zu meinen Erfahrungen mit Mylky im nächsten Abschnitt.

Hafermilch mit einer Maschine selber machen: meine Mylky Erfahrung
Bevor ich Mylky hatte, habe ich immer wieder versucht, Hafermilch selbst zu machen – mit Mixer und Nussmilchbeutel. Ich habe eiskaltes Wasser verwendet, nur kurz gemixt, den Nussmilchbeutel möglichst wenig ausgedrückt und gefühlt jeden Tipp ausprobiert, den das WWW so hergegeben hat.
Das Ergebnis war bei mir trotzdem immer dasselbe: schleimige Hafermilch und anschließend Chaos in der Küche. Leider.
Als mir Mylky angeboten wurde, war deshalb eine meiner ersten Fragen an den Hersteller: „Wird die Hafermilch damit wirklich nicht schleimig?“ Und tatsächlich: Seit ich sie mit Mylky zubereite, ist meine Hafermilch noch nie schleimig geworden.
Ein großer Vorteil ist für mich der integrierte Filterkorb: Die festen Bestandteile bleiben darin zurück und die Pflanzenmilch wird direkt gefiltert – ein Nussmilchbeutel ist nicht nötig. Die zurückbleibende Hafer-Nuss-Masse werfe ich übrigens nicht weg, sondern gebe sie am liebsten in mein Porridge.
Auch die Reinigung ist unkompliziert: Ein wenig abspülen und auf einem Geschirrtuch trocknen lassen. Den Filterkorb kannst du alternativ auch im Geschirrspüler reinigen (lassen).
Meine Mylky habe ich im November 2025 direkt von Mylky geschenkt bekommen. Seither ist sie bei mir pausenlos im Einsatz. Ich möchte sie tatsächlich nicht mehr missen und empfehle sie sehr gerne und mit dem besten Gewissen weiter.
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Meine Mylky Erfahrung ist aber auch: Die Maschine allein macht aus Hafermilch noch keine Barista Hafermilch. Ich habe verschiedene Mengen und Kombinationen ausprobiert, und einige davon waren zu dünn oder ließen sich nicht zufriedenstellend aufschäumen.
Entscheidend für das Ergebnis ist letztlich nicht nur die Maschine, sondern auch die Zusammensetzung der Pflanzenmilch – beides geht Hand in Hand.
Deshalb kann ich auch nicht versprechen, dass dieses konkrete Rezept mit einem normalen Mixer und Nussmilchbeutel genauso funktioniert. Ich habe es mit Mylky entwickelt und getestet.
Was kostet selbstgemachte Barista Hafermilch?
Für einen Liter meiner Barista Hafermilch komme ich mit den von mir verwendeten Zutaten ungefähr auf folgende Kosten:
- 50 g Haferflocken (Bio): 0,09 €
- 20 g Cashews (Bio): 0,26 € – ich verwende meist günstigeren Cashewbruch, da die Nüsse ohnehin zerkleinert werden.
- 20 g Mandeln (Bio): 0,33 €
- 2 Paranüsse (Bio): ca. 0,24 €
- 2 Datteln (Bio): ca. 0,29 €
- 1 Prise Salz (Bio): unter 0,01 €
- 1 TL Sonnenblumen-Lecithin: ca. 0,33 €
- 1 cm Vanilleschote (Bio, optional): ca. 0,09 €
- 1 l Leitungswasser: so gut wie nichts
Damit kostet mich ein Liter ungefähr 1,50 bis 1,60 Euro – bis auf das Lecithin alles in Bio-Qualität. Und das ist eher mein „Worst Case“: Ich kaufe viele der Zutaten bei Aktionen, zum Beispiel mit -25 % auf bestimmte Warengruppen (z.B. “Natur Pur” Aktion bei Spar), oder sammle bei dm nebenbei PAYBACK-Punkte, die ich wieder beim Einkauf einlösen kann.
Im Literpreis steckt für mich außerdem gleich ein Teil des nächsten Frühstücks: Die Hafer-Nuss-Reste aus dem Filterkorb landen schließlich nicht im Müll, sondern in meinem Porridge.
In meinem weiter oben eingebundenen Video spreche ich übrigens von etwa 20 Cent pro Liter. Das bezieht sich auf eine ganz einfache Pflanzenmilch nur aus Haferflocken – und ganz ehrlich: Die schmeckt im Vergleich ziemlich langweilig.
Meine Barista-Mischung kostet zwar mehr, dafür bekomme ich für rund 1,50 bis 1,60 Euro pro Liter eine cremige, vollmundige Pflanzenmilch fast ausschließlich aus Bio-Zutaten, die mir richtig gut schmeckt.
Lässt sich selbstgemachte Hafermilch aufschäumen?
Ja, aber nicht jede selbstgemachte Hafermilch lässt sich mit jedem Gerät gleich gut aufschäumen. Das war bei meinen Tests besonders deutlich.
Mit der Dampflanze einer Espressomaschine (konkret war es eine Lelit Bianca) kann ich diese Barista Hafermilch relativ gut aufschäumen. In meinem elektrischen SMEG Milchaufschäumer, entsteht dagegen so gut wie kein Schaum.
Das ist auch der Grund, warum ich bei selbstgemachter Barista Hafermilch keine pauschalen Versprechen wie „perfekt für jeden Milchaufschäumer“ machen würde. Industriell hergestellte Barista-Drinks können speziell auf dieses Verhalten abgestimmt werden. Bei selbstgemachter Pflanzenmilch spielen Zusammensetzung, Temperatur und Aufschäummethode eine große Rolle.

Kann ich die Nüsse austauschen?
Ja. Du kannst die Barista Hafermilch auch ohne Cashews selber machen und stattdessen den Mandelanteil erhöhen. Umgekehrt kannst du die Mandeln weglassen und entsprechend mehr Cashews verwenden. Hauptsache die Gesamtmenge an Nüssen bleibt dabei gleich.
Cashews sind mild und geben der Pflanzenmilch ein besonders weiches, cremiges Mundgefühl, während Mandeln einen etwas ausgeprägteren Eigengeschmack mitbringen. Je nachdem, welche der beiden Nüsse du verwendest, verändert sich daher auch der Geschmack etwas.
Wie sich eine Variante nur mit Cashews oder nur Mandeln beim Aufschäumen verhält, habe ich nicht getestet.
Falls du das Rezept mit anderen Nüssen ausprobiert hast, freue ich mich über deine Erfahrung in den Kommentaren – sie hilft auch anderen Leser:innen weiter.
Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarkeit
Selbstgemachte Hafermilch enthält keine Konservierungsstoffe und ist deshalb deutlich kürzer haltbar als viele gekaufte Produkte. Ich fülle sie in eine sehr saubere, gut verschließbare Glasflasche und stelle sie direkt nach der Zubereitung in den Kühlschrank. Die kleine Prise Salz in meinem Rezept dient viel eher dem Geschmack und nicht der Konservierung.
Wie lange hält selbstgemachte Hafermilch?
Meine selbstgemachte Hafermilch hält sich im Kühlschrank jedenfalls 3 Tage. Dass sie sich beim Stehen etwas absetzt, ist normal: einmal kräftig geschüttelt und die Milch ist wieder „vereint“.
Wenn sie sich jedoch deutlich stärker als gewohnt absetzt, zunehmend wässrig wirkt oder sich Geruch bzw. Geschmack verändern, verwende ich sie nicht mehr.
Lässt sich selbstgemachte Hafermilch einfrieren?
Ja, selbstgemachte Hafermilch lässt sich portionsweise einfrieren und am besten langsam im Kühlschrank auftauen. Nach dem Auftauen kann sie sich stärker trennen und die Konsistenz verändern. Dann einfach gut schütteln oder kurz mixen.
Für Kaffee und zum Aufschäumen bevorzuge ich frische Hafermilch; die aufgetaute würde sich beispielsweise gut zum Kochen oder Backen eignen.
Wofür kann ich die Barista Hafermilch verwenden?
Der Name „Barista Hafermilch“ beschreibt zwar eine ihrer wichtigsten Eigenschaften, ich verwende sie aber keineswegs nur für Kaffee. Sie kommt bei mir auch ins Müsli und in Kakao, außerdem verwende ich sie zum Backen und Kochen, beispielsweise für Kartoffelpüree.
Die Datteln (und Optional Vanille) sind dabei kein Problem: In dieser Menge schmeckt die Pflanzenmilch nicht süß. Sie runden lediglich den Geschmack ab.
Dadurch ist die Barista Hafermilch für mich nicht nur eine Pflanzenmilch für Kaffee, sondern meine selbstgemachte Pflanzenmilch für den Alltag.


Barista Hafermilch selber machen (cremig & nicht schleimig)
Kochutensilien
- 1 Mylky Maschine für Pflanzendrinks *) (mit diesem Affiliate-Link sparst du 10,- beim Einkauf – oder benutze den Code HEIDRUN10 auf mylky.de)
Zutaten
- 1 l Wasser kaltes
- 50 g Haferflocken
- 20 g Cashews
- 20 g Mandeln
- 2 Paranüsse
- 2 Datteln entkernt
- 1 Prise Salz
- 1 TL (Sonnenblumen-)Lecithin *)
- 1 cm Vanilleschote optional
Zubereitung
- Zutaten in den Filterkorb geben: Haferflocken, Cashews, Mandeln, Paranüsse, Datteln, Salz, Sonnenblumen-Lecithin und optional die Vanilleschote in den Filterkorb geben. Den Filterkorb am Deckel festschrauben.
- Mit Wasser befüllen: Die Mini-Kanne in die Mylky stellen und mit 1 Liter kaltem Wasser befüllen.
- Pflanzenmilch zubereiten: Den Deckel mit dem Filterkorb aufsetzen und die Mylky zweimal hintereinander durchlaufen lassen.
- Abtropfen lassen: Den Filterkorb nach dem zweiten Durchlauf gut abtropfen lassen. Mein Tipp: Ich hänge den noch am Deckel festgeschraubten Filterkorb dafür wie auf dem Foto gezeigt ein.
- Abfüllen: Die fertige Barista Hafermilch in eine saubere, gut verschließbare Glasflasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
- Vor dem Verwenden gut schütteln: Die Pflanzenmilch kräftig schütteln, damit sich Fett, Lecithin und die übrigen Bestandteile wieder gleichmäßig verteilen.
Notizen
- Kaltes Wasser: Eine meiner beiden Mylky Glasflaschen steht immer randvoll mit Wasser im Kühlschrank. So habe ich für die nächste Pflanzenmilch jederzeit gut gekühltes Wasser griffbereit.
- Für 1,6 Liter mit Mylky: Gib im Portionsfeld 1.6 ein (mit Punkt statt Komma). Die Zutatenmengen werden automatisch auf die maximale Füllmenge angepasst. Dasselbe gilt auch für die Mylky Mindestmenge mit 750 ml: 0.75 in das Feld eingeben.
- Hinweis zu den Nährwerten: Die automatisch berechneten Nährwerte beziehen sich auf alle verwendeten Zutaten und nicht ausschließlich auf die gefilterte Pflanzenmilch. Da ein Teil der festen Bestandteile im Filterkorb zurückbleibt, sind die tatsächlichen Nährwerte der fertigen Barista Hafermilch entsprechend niedriger.
- Reste verwerten: Die Hafer-Nuss-Masse aus dem Filterkorb nicht wegwerfen. Ich verwende sie am liebsten für Porridge oder Overnight Oats. Weitere Ideen zur Resteverwertung findest du auch auf der Mylky-Website.





