Mangold Linsen-Curry
Dieses Mangold Linsen-Curry ist ein cremiger veganer Eintopf mit frischem Mangold, gelben Linsen und aromatischen Gewürzen. Kokosmilch macht das Curry angenehm mild und rund, während Zitrone für Frische und eine ausgewogene Säure sorgt. Es passt sowohl in die vegane als auch in die vegetarische Küche und ist ein geschmackvolles, sättigendes, proteinreiches Alltagsgericht, das unkompliziert aber definitiv nicht langweilig ist.
Was dieses Mangold Linsen-Curry besonders macht
Falls du Currys auch so gerne isst, besonders solche mit Kokosmilch, und du auch ein Fan von Linsen und einer guten Portion Gemüse bist – dann habe ich ein neues Lieblingsrezept für dich: Mangold Linsen-Curry mit Kokosmilch und Zitrone.
Die Kombination der Zutaten passt einfach zu gut: Gelbe Linsen machen dieses vegane Curry sämig und sättigend, Kokosmilch rundet die Gewürze ab und sorgt für zusätzliche Cremigkeit, während Mangold eine leicht herbe, grüne Note und Zitronensaft Frische und Ausgewogenheit hineinbringen.

Mangold-Liebe
Mangold habe ich vor allem durch Blitva, einem Mangold-Kartoffel-Gericht aus Kroatien kennen- und lieben gelernt. Es zeigt, wie gut Mangold mit wenigen Zutaten schmecken kann.
Wieder begegnet bin ich ihm dann des öfteren auf meiner Gemüse-Gartenparzelle, wo auf ein paar der Reihen bereits unterschiedliche Samen gesät wurden, darunter auch Mangold. Und wer ihn anbaut weiß, dass wenn er mal wächst, dann gut und üppig.


Da ich Mangold nicht immer nur klassisch mit Kartoffeln essen möchte habe ich mich nach neuen Zubereitungsarten umgesehen. Schließlich bin ich unter anderem bei diesem Curry gelandet, das ich mittlerweile jede Saison aufs neue gerne koche. Denn Mangold funktioniert nicht nur mediterran, sondern auch in einem würzigen Curry richtig gut.

Zutaten
Werfen wir einen Blick auf die Hauptrollen dieses Curry:
- Mangold
Für dieses Curry wird der Mangold vollständig verwendet, also Stiele und Blätter. - Gelbe Linsen
Gelbe Linsen eignen sich besonders gut für dieses Curry, weil sie schnell garen und eine cremige Konsistenz erzeugen. Sie müssen nicht separat gekocht werden, sondern garen direkt mit Brühe, Mangold und Gewürzen. Für dieses Rezept eignen sich aber auch:- Rote Linsen: Die Kochzeit bleibt ähnlich, die Konsistenz wird aber etwas weicher und sämiger.
- Braune oder grüne Linsen: Mit ihnen habe ich das Curry anfangs zubereitet, konkret mit braunen Berglinsen. Es schmeckt auch gut aber dauert deutlich länger und wird viel weniger cremig, da sie eine festere Konsistenz behalten.
- Kokosmilch
Kokosmilch macht das Curry schön cremig und rund. Sie passt sehr gut zu Ingwer, Knoblauch, Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander. - Zitrone
Der Zitronensaft ist ein wichtiger Teil dieses Rezepts, denn er sorgt für ein frisches und ausgewogenes Aroma. Er kommt erst am Ende dazu, damit die Frische erhalten bleibt. - Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Gewürze und Tomaten
Zwiebel, Knoblauch und Ingwer bilden zusammen mit den Gewürzen die aromatische Basis. Auch die Tomaten passen gut zur Kokosmilch und bringen zusätzliche Säure und Frische in das Gericht.


Zubereitung
Das vegane bzw. vegetarische Mangold Linsen-Curry ist ein One-Pot Gericht und lässt sich sehr einfach zubereiten. Die genaue Zubereitungsart findest du wie immer in der Rezeptkarte am Ende des Posts.
Da Mangoldstiele und Mangoldblätter eine unterschiedliche Garzeit haben, werden sie unterschiedlich behandelt. Die kleingeschnittenen Stiele kommen recht früh dazu, die Blätter erst viel später:
- Zwiebel in Öl andünsten.
- Mangoldstiele dazugeben und mitbraten.
- Knoblauch und Ingwer schälen, fein hacken und ergänzen.
- Gewürze kurz mitrösten.
- Tomaten und Salz dazugeben.
- Mangoldblätter und gelbe Linsen hinzufügen.
- Mit Gemüsebrühe aufgießen.
- Etwa 10 Minuten köcheln lassen.
- Kokosmilch einrühren.
- Weitere 5–10 Minuten köcheln lassen.
- Zitronensaft, Pfeffer und optional frischen Koriander am Ende hinzufügen.
Nach diesem Rezept wird das Curry cremig, aber nicht schwer, und der Mangold integriert sich gut in die Sauce, ohne geschmacklich unterzugehen.

Serviervorschläge
Das Mangold Linsen-Curry passt besonders gut zu einfachen Beilagen, die die cremige Sauce aufnehmen. Das sind beispielsweise:
- Reis (Basmatireis oder Jasminreis) – mein simpler Favorit
- Quinoa (als zusätzliche Proteinquelle)
- Couscous
- Weißbrot wie Fladenbrot, Naan oder Chapati
- Kartoffeln – sie nehmen die Sauce zwar nicht wirklich auf, passen aber auch sehr gut dazu.
- Variation: Du könntest die Kartoffeln auch gleich mitkochen, sie machen das Curry noch sättigender und eher eintopfartig. Dafür die Kartoffeln in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den Linsen und der Brühe hinzufügen.
Sehr gut passen außerdem:
- frischer Koriander
- frischer Chili
- veganer Joghurt wie Sojajoghurt
- ein kleiner Schuss Sojasauce
Die Sojasauce ist nicht klassisch indisch, passt hier aber gut, weil sie dem milden Kokos-Linsen-Curry mehr Tiefe und Würze gibt. Ich koche Linsengerichte bewusst mit weniger Salz, um dann zur Sojasauce zu greifen.

Vorbereiten, Aufbewahren und Einfrieren
Du kannst das Mangold Linsen-Curry gut im Voraus zubereiten. Am nächsten Tag schmeckt es oft noch aromatischer, weil die Gewürze Zeit hatten, durchzuziehen. Für Meal Prep am besten Curry und Beilage getrennt aufbewahren. So bleibt Reis oder Quinoa lockerer und saugt nicht sofort die ganze Sauce auf.
Im Kühlschrank ist das Mangold Linsen-Curry etwa 3 Tage haltbar. Am besten in einem gut verschlossenen Behälter aufbewahren und vollständig abkühlen lassen bevor es in den Kühlschrank kommt. Vor dem Essen vollständig erhitzen, und, falls es zu dick ist, etwas Wasser oder Gemüsebrühe einrühren.
Das Mangold Linsen-Curry lässt sich gut einfrieren. Dafür vollständig abkühlen lassen und portionsweise in geeignete Behälter füllen. Beim Aufwärmen kann das Curry dicker sein, weil die Linsen Flüssigkeit aufnehmen. Dann etwas Wasser oder Gemüsebrühe dazugeben und gut umrühren, bis die Konsistenz wieder cremig ist.


Mangold Linsen-Curry mit Kokosmilch und Zitrone – cremig & vegan
Zutaten
- 500 g Mangold
- 4 EL Rapsöl alternativ Sonnenblumenöl oder Kokosöl
- 1 Zwiebel
- 4 Knoblauchzehen
- 1 Stück Ingwer ca. daumengroß
- ⅓ TL Chilipulver
- ½ TL Kurkumapulver
- ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 TL gemahlener Koriander
- 2 Tomaten
- ½ TL Salz
- 1 Tasse gelbe Linsen ca. 200 g
- 2 Tassen Gemüsebrühe oder 500 ml Wasser plus ½ EL Suppenpulver
- 400 ml Kokosmilch 1 Dose
- 4 EL frischer Zitronensaft ca. 1 Zitrone
- schwarzer Pfeffer
- frischer Koriander
- Sojasauce optional, zum Abschmecken
Zubereitung
- Mangold vorbereiten: Einzelne Mangoldblätter lösen und gründlich waschen. Den dicken Stiel herausschneiden, auch dort, wo er noch in das Blatt hineinragt. Die Stiele in etwa 1–1,5 cm breite Stücke schneiden und die Blätter in etwa 0,5–1 cm breite Streifen schneiden. Stiele und Blätter getrennt aufbewahren.
- Zwiebel anbraten: Zwiebel schälen und fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig andünsten.
- Mangoldstiele hinzufügen: Die kleingeschnittenen Mangoldstiele dazugeben und 2-3 Minuten mitbraten.
- Knoblauch und Ingwer vorbereiten: Knoblauch und Ingwer schälen, fein hacken oder in einem Food Processor zerkleinern und ebenfalls in den Topf geben. Kurz mitbraten.
- Gewürze anrösten: Chili, Kurkuma, Kreuzkümmel und Korianderpulver hinzufügen und gut umrühren. Die Gewürze etwa 1 Minute bei mittlerer Hitze anrösten, bis sie duften – aber nicht verbrennen.
- Tomaten hinzufügen: Tomaten fein hacken oder ebenfalls im Food Processor zerkleinern. Gemeinsam mit dem Salz in den Topf geben und für circa 3-5 Minuten mitbraten. Zwischendurch umrühren.
- Linsen und Mangoldblätter hinzufügen: kleingeschnittene Mangoldblätter und gelbe Linsen hinzufügen und mit Gemüsebrühe aufgießen. Alles gut umrühren und zugedeckt für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch umrühren.
- Kokosmilch einrühren: Kokosmilch hinzufügen und das Curry weitere 5–10 Minuten köcheln lassen (nicht zugedeckt), bis die Linsen weich sind und das Curry cremig und sämig wirkt.
- Konsistenz anpassen: Falls das Curry zu dick wird, etwas Wasser oder zusätzliche Gemüsebrühe hinzufügen, gut umrühren und kurz weiterköcheln lassen.
- Abschmecken: Zitronensaft, frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und kleingeschnittenen Koriander unterrühren.
- Servieren: Das Curry beispielsweise mit gekochtem Reis servieren. Ich schmecke es auch noch gerne mit Sojasauce und noch mehr frischen Korianderblätter obendrauf ab.






