Blitva – Mangold mit Kartoffeln
Blitva ist ein einfaches, schnell zubereitetes und köstliches veganes Mangold-Rezept aus Kroatien. Dabei trifft Mangold auf Kartoffeln, die gemeinsam mit Olivenöl und Knoblauch eine besonders geschmackvolle Kombination ergeben. Dieses traditionelle Gericht ist einfach zuzubereiten und ideal für alle, die die unkomplizierte mediterrane Küche lieben. In diesem Beitrag zeige ich dir ein Rezept mit wenigen Zutaten für authentischen Blitva – so wie im Urlaub.
Blitva s krumpirum
Blitva ist das kroatische Wort für Mangold und bezeichnet gleichzeitig ein einfaches, aber beliebtes Gericht aus Mangold, Kartoffeln, Olivenöl und Knoblauch. Der vollständige Name lautet „Blitva s krumpirom“ – was übersetzt „Mangold mit Kartoffeln“ bedeutet. Auf Speisekarten in Restaurants wird es meist nur als Blitva geführt und so auch bestellt.
Besonders entlang der dalmatinischen Küste wird Blitva traditionell als Beilage zu Fisch serviert und gehört dort zu den typischen Speisen. Für mich wurde es während eines Kroatien-Urlaubs am Meer zum Hauptgericht, denn die Balkanhalbinsel ist für vegane Küche nicht gerade berühmt.
Da ich schon lange ohne Fleisch und Fisch lebe, habe ich mich an die Rolle als Beilagenesserin gewöhnt. Neben Pommes und gegrilltem Gemüse gehört Blitva zu den beliebtesten Gerichten unter veganen Balkan-Fans wie mir.
Obwohl Blitva in Kroatien weit verbreitet ist – ich habe es auch in Montenegro oft gegessen –, ist es außerhalb der Region noch eher ein Geheimtipp. Dabei lässt sich das Gericht mit wenigen Zutaten schnell und einfach nachkochen. Dazu später und am Ende dieses Posts gleich noch mehr.

Rarität
Mangold findet sich in Wien viel zu selten in den Supermarktregalen, obwohl Mangold hier eigentlich gut wächst und von Juni bis Oktober Saison hat.
Bei Interspar und Billa Plus werde ich manchmal fündig. Oder in türkischen Supermärkten bzw. auch in der City Farm Augarten.
Mittlerweile pachte ich seit ein paar Jahren eine Gartenparzelle in Wien, wo Mangold wächst und wuchert. Daher ist Blitva jedes Jahr fixer Bestandteil am Speiseplan, auch abseits vom Urlaub im Süden.

Blitva: ein einfaches Mangold Rezept
Für ein köstliches und einfaches Mangold Rezept benötigst du nur wenige simple Zutaten, nämlich:
- Mangold
- Kartoffeln
- Knoblauch
- Olivenöl (damit wird nicht gespart)
- Suppenpulver (oder “Vegeta”)
- Salz
- Pfeffer


Nun trennen dich nur noch ein paar wenige Arbeitsschritte von deinen Mangold Kartoffeln:
- Den Mangold zubereiten: gründlich waschen und die Blätter vom Stiel trennen. Den Stiel in ca. 0,5-1 cm große Stücke schneiden und die Blätter in etwas gröbere Streifen schneiden.
An dieser Stelle ein paar Worte und Tipps zum Stiel: Da der Stiel meist recht dick ist und bis in das Blatt hineinreicht schneidest du ihn nicht gerade ab, sondern etwas in das Blatt hinein, um möglichst den ganzen dicken Stängel zu gewinnen (siehe dazu die nachstehenden Fotos). Er hat eine etwas längere Garzeit als die Blätter und wird daher separat gekocht. - Die Kartoffeln schälen, in kleinere Stücke schneiden und in einem Topf in Salzwasser kochen.
- Nach ein paar Minuten die Mangoldstiele hinzufügen.
- Nach ein paar weiteren Minuten die Mangoldblätter hinzufügen.
- Knoblauch schälen und klein schneiden.
- In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und darin Knoblauch ganz kurz dünsten.
- Als nächstes kommen die gekochten und abgegossenen Kartoffeln mit dem Mangold dazu, außerdem noch mehr Olivenöl und das Suppenpulver bzw. “Vegeta”.
- Die Kartoffeln kannst du mit einer Gabel etwas zerdrücken.
- Am Schluss mit Salz, Pfeffer und noch wer mag mit noch etwas Olivenöl abschmecken.


Blitva Varianten
Wenn du dein Blitva-Gericht noch um eine pflanzliche Eiweiß-Quelle anreichern möchtest, dann passt (geräucherter) Tofu ganz wunderbar dazu. Das ist zwar nicht mehr ganz so traditionell aber geschmacklich sehr gut:
- Dafür (geräucherten) Tofu in kleine Würfeln schneiden und in der Pfanne anbraten, bevor du den Knoblauch darin dünstest. Den angebratenen Tofu auf die Seite geben und am Schluss untermischen oder darüber verteilen.
Eine andere Variation habe ich von einem hungrigen Leser, Erich, der diesen Tipp als Kommentar abgegeben hat:
- Mit gerösteten Pinienkernen und Feta servieren. In diesem Fall empfehle ich dir meinen heißgeliebten Mandelfeta.
Egal für welche Version du dich entscheidest, ich wünsche gutes Gelingen und “dobar tek!” (guten Appetit).


Blitva – Mangold mit Kartoffeln auf kroatische Art
Zutaten
- 1 kg Mangold ganz gleich ob grün oder bunt
- 500 g Kartoffeln
- 5 Knoblauchzehen
- 8 EL Olivenöl
- 1 TL (selbstgemachtes) Suppenpulver
- 1 TL Salz Plus mehr für das Kochwasser
- Pfeffer
Zubereitung
- Mangold waschen, putzen und die Blätter von den Stielen trennen (siehe Fotos im Beitrag).Die Stiele in ca. 0,5–1 cm große Stücke schneiden, die Blätter in schmale Streifen.
- Kartoffeln schälen, in kleinere Stücke schneiden und in ca. 2 Liter kochendes Salzwasser geben.
- Nach etwa 5 Minuten die geschnittenen Mangoldstiele hinzufügen und weitere 5 Minuten mitkochen.
- Dann die Mangoldblätter hinzufügen und für circa 5 Minuten mitgaren – jedenfalls bis die Kartoffeln und Stiele weich und die Blätter zusammengefallen sind.
- In der Zwischenzeit den Knoblauch fein hacken.
- Das gekochte Gemüse anschließend in einem Sieb abgießen.
- In einer großen Pfanne 5 EL Olivenöl erhitzen und den Knoblauch darin ganz kurz (ca. 5 Sekunden) anschwitzen – gerade so, dass er nicht mehr allzu scharf ist.
- Nun die gekochten Kartoffeln und den Mangold in die Pfanne geben. Die Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel leicht zerdrücken.
- Suppenpulver und das restliche Olivenöl (3 EL) unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Wer mag, kann am Teller noch etwas Olivenöl darüber träufeln.
Notizen
- Diese Menge reicht für 2–3 Hauptspeisen oder 4–5 Beilagen.
- Statt Suppenpulver kannst du auch Vegeta *) verwendet, das Würzmittel des Balkans. In Wien finde ich es in den meisten Supermarktregalen. Mittlerweile gibt es auch eine Vegeta-Variante ohne Glutamat, Halleluja.
- Im Juni 2025 habe ich das Rezept überarbeitet – es schmeckt jetzt noch besser und noch authentischer. Die ursprüngliche Version findest du über das Internet-Archiv “Wayback Machine“.






Heute hat mich die Mangoldschwemme dazu gebracht, das Rezept auszuprobieren. Ich bin richtig begeistert, hätte nicht erwartet , dass das so lecker schmeckt. Danke für das Rezept, das gibt es jetzt richtig oft.
Vielen Dank für die positive Rückmeldung! Ich freue mich, dass dir Blitva so gut schmeckt. 🙂
Ein großartiges Rezept, da es so einfach zuzubereiten ist! Vielen Dank!
Ich habe nur zwei Abänderungen vorgenommen:
1. Ich habe die Zwiebeln und den Knoblauch angebraten und dann die Kartoffelwürfel hinzugefügt. (Falls du die Kartoffeln mit Kruste haben willst, vertausche die Reihenfolge!) Und schließlich die klein geschnittenen Mangoldstiele. Dann habe ich Wasser und Salz hinzugefügt. Als die Kartoffel fast gar waren, gab ich die klein geschnittenen Blätter dazu.
2. Abgeschmeckt habe ich das Gericht mit Borretsch, Basilikum und schwarzem Pfeffer. Und angereichert habe ich es klein geschnittenem Schafskäse. Denkbar wären auch noch Oliven. Das Badilikum hat dem Gericht eine frische und fruchtige Note verliehen.
So war es ein vollwertiges Hauptgericht, das super lecker schmeckte.
Liebe Bettina,
das klingt alles ganz wunderbar! Danke fürs Teilen deiner Version.
Das ist das zweite Blivka Rezept, das ich ausprobiere. Ich war letztes Jahr auf der Suche nach Mangold Rezepten, da dieser auf meinem Feld sehr ergiebig ist,
Es ist definitiv das, bei dem ich bleibe!!! Einfach lecker und ein bisschen Fett muss einfach dabeisein, damit es schmeckt,
Vielen Dank für das Rezept!😘
Liebe Grüsse aus dem Rheinland!
Liebe Heide,
die letzten Jahre war ich ständig auf der Suche nach Mangold und dieses Jahr pachte ich eine Selbsternteparzelle wo ich mit Mangold ernten gar nicht mehr nachkomme, da gehts mir wie dir. 😀 Mittlerweile sind auch Pasta mit Mangold und ein Mangold Linsen-Curry bei mir regelmäßig eingezogen. Ich hoffe, dass ich bald ein weiteres Rezept online stelle. Aber bis dahin lass dir Blitva noch gut schmecken. <3 Ja, das ist Südeuropa-Küche, da muss gut Öl mit rein, wir sind hier ja nicht auf Kur. 😉
Liebe Grüße, Heidi
Servus Heidi, ned vom Email schrecken lassen: Wahl-Österreicher (Graz). Also:
1.) Geht mir genauso. Von Blitva kann ich nie genug bekommen! Mochte aber Mangold schon immer.
2.) Das ist das interessante: Leute, die KEINEN Spinat mögen, mögen trotzdem Mangold! Ist bei meinen Kindern so. Spinat niemals, aber Mangold gerne! Hat wohl weniger Bitterstoffe.
3.) In der Saison bekommt man (weißstängeligen) Mangold manchmal sogar beim Discounter (Hofer) in Bio, beim Billa eh. Aber eben nur in der Saison (Frühjahr bis Frühsommer). Am Bauernmarkt länger und häufiger. Bei Biomärkten am häufigsten.
4.) Der Geschmack ist bei den buntstängeligen Sorten besonders “kellerig”. Grad für meine Kleinen kauf ich eher den weißstängeligen. Der ist eigentlich kaum “muffig”, eher nussig und schmeckt weniger “grün” als Spinat. Andere bevorzugen den bunten, weil der aromatischer ist. Ich glaub, das in Kroatien ist eher der weißstängelige, aber noch bin ich nicht dahinter gekommen.
Ich versuch’s nochmal so, wie’s hier zubereitet ist. Mein Blitva s krumpirum ist noch nicht ganz so wie dort. Im Sommer kann ich dann wieder vergleichen und evtl. noch mal nachfragen und zeigen lassen.
Hallo Christof 🙂 Also also:
1.) Da teilt jemand dieselbe Liebe wie ich, sehr schön.<3 2.) Ah! Ok, wäre mir selbst noch nicht so aufgefallen, aber vermutlich deshalb, da ich wenige kenne, die von Mangold schwärmen. 3.) Beim Hofer ist er mir noch nie untergekommen, Billa nur in "gutsortierten". Aber beim Interspar werde ich jetzt immer fündig, und beim "Vitamin Express in 1020 Wien, letztens entdeckt. Die haben viel "ausgefallenes". 🙂 4.) Sehr schön! Das wusste ich nicht. D.h. die schönen Farben bringen Muff mit. 😉 In Kroatien habe ich immer nur den mit den weißen Stängeln gegessen. Ich befürchte nur, dass, selbst wenn er "hier" so schmeckt wie "dort", dass er trotzdem anders schmeckt, ohne Sonne und Meer. Ich bin im August auch in Montenegro und 2 Tage in Kroatien und weiß schon, was ich bestellen werde. 😉
Hallo Heidi, ich habe das Rezept vorher wo anders gefunden, halt mit Blattmangold. Da ich nur (bunten) Stielmangold im Garten habe, und davon zu viel 😉 habe ich bei der Suche nach Rezepten erst das andere entdeckt. Da die Stiele ja länger brauchen, habe ich die gleich mit den Erdäpfeln (auch aus dem Garten, dort waren mehlige angegeben, ich hatte fast nur speckige) gekocht. Die brauchen mindestens so lange wie die Erdäpfel. Funktioniert wohl mit beiden. Suppenbrühe habe ich keine dazu gegeben, werd ich aber auch mal probieren. Ich habs auch schon mit Feta und gerösteten Pinienkernen probiert (war das andere Rezept, quasi als Hauptgericht).
Schön dass du in der City Farm Augarten warst, ich bin noch nicht dazu gekommen. Kenne Wolfgang Palme aber von seinem ersten Buch “Frisches Gemüse im Winter ernten” und von seinen Videos. Mangold ist auch so ein Gewächs, Ernte geschützt über den Winter bis in den März möglich.
Guckguck Erich,
vielen Dank fürs vorbeischauen!
Ah, schau, mir war gar nicht klar, dass es speziell Blatt- und Stielmangold gibt. Dann hatte ich wohl denselben wie du verwendet – und hier ebenfalls mal die Stängel mit den Kartoffeln “vorgekocht”, bevor die Blätter dazukamen.
Mehlige Kartoffeln passen vermutlich auch deshalb gut, da letztlich nicht nur Kartoffelstücke übrig sein sollen, sondern auch etwas “Püreekonsistenz”, so kenne ichs zumindest aus Kroatien und Montenegro. Aber mit dem Zerdrücken der speckigen Kartoffeln klappts auch gut.
Suppenbrühe ist bestimmt kein Bestandteil der feinen puren Küche. Aber da “Vegeta” sozusagen das Salz des Balkans ist, und sich auch in einigen kroatischen Blitva-Rezepten findet, habe ichs mit Suppenbrühe abgewandelt (die ich selber mache und somit eh was Gutes ist und kein Klumpatt).
Mmmh, Feta und Pinienkerne passen bestimmt super dazu! Ich teile hier übrigens ein Rezept für veganen Feta – falls du den mal probieren möchtest. 😉
City Farm war ein Zufallsbesuch – aber ein guter, da ich dort ja Mangold gefunden habe. Warum ist der in Wien nur so schwer zu finden?
Nächstes Jahr pachte ich eine Selbsternteparzelle und da ist Mangold fixer Bestandteil am Anbauplan. Freue mich schon (nur endet dort die Saison im November, also Ernte bis März wird leider nicht möglich sein).
Ich habe dein Mangoldrezept nachgekocht. Es war superlecker und kommt jetzt im Sommer bestimmt noch öfter auf den Tisch. Ich habe noch ein wenig Salami dazu angebraten. Danke für das leckere Rezept. Ein Bild mache ich das nächste Mal.
Danke Ellen fürs ausprobieren! Es freut mich sehr, dass dir der Mangold mit Kartoffeln gut geschmeckt hat. 🙂