Veganer Marmorkuchen
Ein saftiger veganer Marmorkuchen mit Öl statt Butter und ganz ohne Ei: Dieser Kuchen beweist, wie einfach veganes Backen sein kann. Er bleibt mehrere Tage frisch, ist innen fluffig und außen zart, und eignet sich perfekt für Geburtstage, Nachmittagskaffee oder Feiertage wie Muttertag. Ob in einer Gugelhupf-Form oder klassisch eckig gebacken: Dieser Marmorkuchen ohne Ei begeistert.
Marmorkuchen ohne Ei – funktioniert das?
Ja, sehr gut sogar. Ich habe diesen fluffigen Marmorkuchen schon oft mitgebracht, ohne dass jemand wusste, dass er vegan ist. Das Feedback war jedes Mal begeistert. Und genau das war der Plan: ehrliche, unvoreingenommene Meinungen, frei von Vorurteilen.
Die Reaktion: „Mmmh, ein Marmorkuchen!“ – kein Kommentar zur fehlenden Butter, kein vermisstes Ei. Einfach ein rundum saftiger veganer Kuchen.
Veganes Backen funktioniert – und zwar ganz ohne Kompromisse, das beweisen auch folgende Rezepte: Zitronen-Heidelbeerkuchen, Apfel-Zimtschnecken oder Vanillekipferl: Niemand merkt, dass diese Kuchen und Kekse ohne tierische Zutaten auskommen. Das Ergebnis überzeugt mit Geschmack und Konsistenz.

Was macht diesen Marmorkuchen so fluffig?
Damit ich zu diesem Ergebnis komme, habe ich in der veganen Teigtrickkiste gerührt und alles hervorgeholt, was einen Kuchen locker und flaumig macht: Nämlich:
- Backpulver und Apfelessig sorgen für Volumen
- Sprudelwasser bringt zusätzliche Luftigkeit
- Stärke ersetzt einen Teil des Mehls und macht den Teig zart
- Staubzucker statt Kristallzucker für eine feinere Struktur
- Öl statt Butter macht den Kuchen besonders saftig
Natürlich gehören auch diese Klassiker in den Teig:
- Glattes Mehl
- Pflanzliche Milch
- Kakaopulver
- Vanille
Für die Form verwende ich Öl und Semmelbrösel, damit der Kuchen sich gut löst.
Und nein, ich siebe das Mehl nicht (aus Faulheitsgründen). Wer mag, kann es natürlich tun – vielleicht wird der Kuchen dadurch sogar noch fluffiger.

Zubereitung
Gute Nachricht: So sehr das Ergebnis auch begeistert, die Zubereitung eines saftigen veganen Marmorkuchens denkbar einfach:
- Trockene Zutaten miteinander verrühren
- Feuchte Zutaten unterrühren
- Den Teig teilen (2/3 und 1/3) und in das eine Drittel Kakaopulver und einen Schuss Milch unterrühren.
- Die Form einfetten und mit Bröseln bestäuben.
- Den hellen und dunklen Teig abwechselnd in die Form füllen.
- Den Marmorkuchen für circa 50 Minuten bei 170 Grad Ober- und Unterhitze backen.
- Nach dem Backen den Kuchen kurz abkühlen lassen, aus der Form stürzen und mit Staubzucker bestreuen.
Der Marmorkuchen bleibt in einer luftdichten Dose oder gut abgedeckt, in etwa den Teller in einen Plastiksack gepackt (so mache ich es immer), bei Zimmertemperatur gute drei Tage lang saftig.




Veganer Marmorkuchen: Fragen, Tipps und Varianten
Welches Pflanzenöl eignet sich am besten für Marmorkuchen?
Am besten funktioniert neutrales Pflanzenöl wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl. Diese Öle beeinflussen den Geschmack nicht und sorgen für eine gleichmäßige, saftige Textur.
Kann ich den Kuchen auch in einer Kastenform backen?
Ja, das klappt gut. Die typische Marmorierung lässt sich genauso gut herstellen.
Die Backzeit kann sich allerdings leicht verlängern um etwa 5–10 Minuten verlängern, da der Teig in der Form höher steht und die Hitze weniger gleichmäßig verteilt wird.
Am besten machst du ab Minute 50 die Stäbchenprobe: Wenn beim Herausziehen kein Teig mehr kleben bleibt, ist der Kuchen fertig. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, einfach locker mit Alufolie abdecken.
Warum verwende ich Staubzucker statt Kristallzucker?
Staubzucker löst sich im Teig schneller auf und sorgt für eine feinere, gleichmäßigere Krume. Gerade bei Rührteig ohne Butter hilft das dabei, eine zarte Konsistenz zu erreichen – ideal für fluffige vegane Kuchen.
Wie kann ich dem Kuchen eine besondere Note verleihen?
Etwas abgeriebene (Bio!) Orangenschale im hellen Teig oder ein Schuss Espresso im dunklen Teig können den Geschmack abrunden. Auch ein Teelöffel Rum oder ein Hauch Zimt passen gut und machen den Kuchen „erwachsener“, ohne Kindern zu missfallen.


Veganer Marmorkuchen: Saftig, fluffig und einfach gemacht
Kochutensilien
- Kuchentester *) (ich verwende sie auch gerne für Kartoffeln, zum Testen ob sie schon gar sind)
Zutaten
- 260 g Mehl glattes
- 90 g Stärke Kartoffelstärke. Alternativ Maisstärke
- 250 g Staubzucker
- 1 Pkg. Backpulver 1 Pkg. = üblicherweise 15-16 g
- 1/2 TL gemahlene Vanille *)
- 1 Prise Salz
- 250 ml vegane Milch 250 ml = 250 g
- 1 EL Essig z.B. Apfelessig
- 150 ml Öl = 130 g Öl
- 50 ml Sprudelwasser Soda oder Mineralwasser
- 2 EL Kakaopulver
- 1 EL vegane Milch
- 1 TL Öl oder ein kleines Stück vegane Butter
- 1 EL Semmelbrösel circa, für die Form. Alternativ Mehl.
- 1,5 EL Staubzucker zum Bestäuben
Zubereitung
- Das Backrohr auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- In einer Rührschüssel die trockenen Zutaten – Mehl, Stärke, Staubzucker, Backpulver, Vanille und Salz – gut miteinander vermischen.
- Dann die flüssigen Zutaten hinzufügen: die Milch, den Essig und das Öl hinzufügen und nur so lange mixen, bis die Zutaten vermengt sind. Zum Schluss kurz das Sprudelwasser unterrühren.
- Eine Gugelhupfform einfetten und mit etwas Semmelbröseln oder Mehl ausstreuen, damit der Kuchen nicht kleben bleibt.
- Nun circa 2/3 des Teigs, das sind in etwa 700 Gramm, in die Form füllen.
- In dem restlichen 1/3 Teig wird nun das Kakaopulver und der Esslöffel vegane Milch untergerührt und anschließend ebenfalls in die Form gefüllt.
- Damit sich keine Luftblasen bilden bzw. sie entweichen können, die Form kurz mal auf die Arbeitsfläche klopfen.
- Den Kuchen für etwa 50 Minuten in der zweiten Schiene von unten backen.
- Mit der Stäbchenprobe prüfen: Ein Holzstäbchen in den Kuchen stecken – bleibt kein Teig daran haften, ist der Kuchen durchgebacken.
- Das Backrohr ausschalten, die Tür öffnen und den Kuchen in der Form für circa 10 Minuten abkühlen lassen. Danach den Marmorkuchen auf einen großen, flachen Teller stürzen und abkühlen lassen.
- Vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen. Dafür den Staubzucker beispielsweise durch ein feines Sieb streuen.
Video
Notizen
- Meine Gugelhupfform hat einen Durchmesser von ca. 20,5 cm. Für eine Gugelhupfform mit 22 cm Durchmesser benötigst du in etwa die 1,2-fache Menge an Zutaten bzw. für 24 cm die 1,5-fache Menge. Meine Rezeptkarte rechnet dir die Menge hoch wenn du 1.2 oder 1.5 mit Punkt statt Komma eingibst.
- Im Video füge ich zuerst einen Teil des hellen Teigs hinein, dann den dunklen, dann den restlichen hellen. Ich habe es danach so probiert alles auf einmal hinzuzufügen, also den gesamten hellen und dann den gesamten dunklen Teig darauf, und das funktioniert genauso gut. Man spart sich dabei eine Schüssel.
- Den abgekühlten Marmorgugelhupf am besten bei Zimmertemperatur in einer luftdichten Kuchenbox, gut abgedeckt mit Frischhaltefolie oder in einem Sackerl aufbewahren, damit er saftig bleibt und nicht austrocknet.





