Zucchinilaibchen
Zucchinilaibchen, auch Zucchinipuffer genannt, sind kleine gebratene Laibchen aus geraspelter Zucchini. Anders als klassische Varianten kommen sie hier ohne Ei und Kartoffeln aus und setzen stattdessen auf Kichererbsenmehl für Bindung. Sie sind sie außen knusprig, innen schön zart und sind vollgekpackt mit frischen Kräutern und Knoblauch. Die Zucchinilaibchen eignen sich ideal für die schnelle Alltagsküche und passen sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage oder Snack.
Vegane Zucchinilaibchen: Knusprige Schale, weicher Kern
Diese Zucchinilaibchen sind einfach, herzhaft und gelingsicher. Außen schön knusprig, innen zart und voller Geschmack – ganz ohne Ei, Kartoffeln, Käse oder Haferflocken.
Dank Kichererbsenmehl halten sie wunderbar zusammen, sind angenehm saftig, aber nicht matschig, und liefern obendrein wertvolle pflanzliche Proteine. Für mich ist diese Version kein Kompromiss, sondern mindestens genauso gut wie frühere Varianten mit Ei & Co.
Gluten sind für mich kein Thema. Aber, wenn du nach glutenfreien Zucchinipuffern suchst, sind die hier ebenfalls für dich geeignet, denn Kichererbsenmehl ist von Natur aus glutenfrei.
Das Rezept passt perfekt in die unkomplizierte Alltagsküche – genau das, was mir persönlich am liebsten ist: richtig gutes, gesundes und günstiges Essen, das ohne viel Aufwand auskommt und trotzdem begeistert.

Inspiriert von Kolokithokeftedes – der griechischen Variante
Zucchinilaibchen mache ich schon seit Ewigkeiten – und das Rezept ist über die Jahre mit mir mitgewachsen. Ich habe viel herumprobiert, verändert, ergänzt, wieder vereinfacht … bis ich bei der Version gelandet bin, die ich nun seit Jahren genauso zubereite, denn ich behaupte: Jetzt sind sie perfekt.
Lustigerweise gelingen mir diese veganen Zucchinipuffer sogar besser als frühere Varianten mit Ei – sie halten wunderbar, schmecken großartig, sind nicht matschig und ganz nebenbei auch noch viel unkomplizierter.
Inspiriert hat mich dabei ein Urlaub auf Kreta, wo ich – damals noch vegetarisch – die berühmten griechischen Zucchinipuffer, Kolokithokeftedes, probiert habe. Die Kombination aus Zucchini, frischen Kräutern, Knoblauch und Olivenöl war so aromatisch, dass seitdem immer mehr Kräuter in den Teig gewandert sind.
Traditionell werden Kolokithokeftedes mit Ei und Feta zubereitet – doch da ich seit einigen Jahren vegan lebe, kommen diese Zutaten bei mir nicht mehr in die Schüssel. Und ehrlich gesagt: Sie fehlen kein bisschen. Meine Zucchinilaibchen sind würzig, saftig und köstlich – nur eben rein pflanzlich.

Zutaten für die perfekten Zucchinilaibchen
Nach vielen Versuchen und Inspirationen habe ich eine Version entwickelt, die mit wenigen, aber sorgfältig gewählten Zutaten auskommt. Für die perfekten Zucchinilaibchen brauchst du lediglich:
- Zucchini
- Salz
- Zwiebel
- Knoblauch
- Kichererbsenmehl
- Backpulver
- Frische Kräuter: Dill und Minze passen wunderbar, aber auch Petersilie, Schnittlauch und/oder Koriander – was du gerade da hast. Du kannst auch eine Tiefkühl-Kräutermischung verwenden.
- Schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Zucchinilaibchen sind bei mir längst ein Klassiker, denn sie schmecken wunderbar, sind gesund und obendrein so einfach selbst gemacht. Die größte „Arbeit“ besteht darin, den Zucchini das Wasser zu entziehen.
Dafür salzt du die geriebenen Zucchini ordentlich ein und lässt sie etwas ziehen. Anschließend geht es ans Wasser ausdrücken. Früher habe ich das immer mit den Händen in einem Sieb gemacht.
Heute weiß ich: Das geht noch einfacher und noch besser, nämlich mit einem Geschirrtuch: Ausbreiten, geriebene und gesalzene Zucchini ausbreiten, Enden vom Tuch oben zusammennehmen und über der Abwasch oder einer Schüssel gut ausdrücken, ähnlich wie ich es auch bei diesem veganem Tzatziki oder den Kartoffelpuffern aus rohen Kartoffeln mache.
Danach geht alles ganz fix: Zutaten vermengen, kurz ziehen lassen (damit das Kichererbsenmehl quellen und seine Bindekraft vollständig entfalten kann), Laibchen formen und dann goldbraun braten.

Was passt zu Zucchinilaibchen?
Meistens esse ich die Zucchinilaibchen pur, einfach so wie sie sind, am Liebsten einen Berg davon. Wenn ich aber Freunde zum Essen einlade geht das leider nicht, denn ich kann (bzw. mag) nicht zig Laibchen braten. Also werden sie zum Teil einer Hauptspeise.
Was gut zu Zucchinilaibchen passt:
- Reis
- Kartoffeln (Petersilkartoffeln oder Kartoffeln kochen, klein schneiden und mit Sesam anbraten)
- Kartoffelsalat mit Essig und Öl
- Veganer Tzatziki
- Veganer Sauerrahm (pur oder zu einem Dip abgewandelt)
- Joghurt Dip (aus Sojajoghurt und etwas veganer Mayonnaise, Zitronensaft, wenig Knoblauch, Senf, Salz, evtl. Kala Namak, Pfeffer und Kräutern)
Falls du ein griechisches Menü planst, dann könntest du neben Tzatziki auch Spanakorizo (Spinatreis) oder Spanakopita (Spinatstrudel) servieren. Und natürlich meinen absoluten Liebling, den veganen Feta aus Mandeln.
Ob warm, kalt, pur oder mit etwas dazu – lass sie dir gut schmecken!




Zucchinilaibchen ohne Kartoffeln & Ei (vegane Zucchinipuffer)
Kochutensilien
Zutaten
- 1 kg Zucchini
- 1 Zwiebel
- 4 Knoblauchzehen
- 110 g Kichererbsenmehl *) ca., je nach Wassergehalt der Zucchini und wie gut du sie ausdrückst. Ich kaufe "Gram Flour" im asiatischen Supermarkt – das ist ähnlich und günstig.
- 3 EL Kräuter fein gehackt. z. B. Dill und Minze, aber auch Petersilie, Schnittlauch und/oder Koriander. Gerne auch eine TK-Kräutermischung.
- 1 TL Salz zum Einsalzen der Zucchini
- 3/4 TL Salz für den Teig
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 1 Pkg. Backpulver 1 Pkg. = 15 Gramm
- 8 EL Olivenöl ca., zum Herausbraten
Zubereitung
- Die Enden der Zucchini abschneiden und die Zucchini grob reiben (an dieser Stelle segne ich meine Küchenmaschine).
- Die geriebenen Zucchini in der Schüssel mit 1 TL Salz vermengen und für ca. 15 Minuten ziehen lassen.
- Währenddessen Zwiebel und Knoblauch schälen, die Zwiebel fein hacken, außerdem auch die Kräuter fein hacken.
- Anschließend die geriebenen und gesalzenen Zucchini auf ein sauberes Geschirrtuch auslegen, und das überschüssige Wasser ausdrücken.
- Die ausgedrückten Zucchini zurück in die Schüssel geben und alle anderen Zutaten, also Zwiebel, Knoblauchzehen (mit einer Knoblauchpresse direkt in den Teig pressen), Kräuter, Kichererbsenmehl, das restliche (3/4 TL) Salz, Pfeffer und Backpulver hinzufügen. (Mit den Händen) gut vermengen und noch circa 5 Minuten ziehen lassen.
- In einer flachen Pfanne etwas Olivenöl (nicht alles auf einmal verwenden) bei mittlerer Hitze erhitzen und pro Zucchinilaibchen einen "Gupf" (circa 1 gehäufter EL) Teig in die Pfanne geben. Mit einem Pfannenwender platt drücken. Auf beiden Seiten anbraten, bis sie braun und knusprig sind.
Video
Notizen
- Die Menge aus 1 kg Zucchini ergibt ca. 10 Zucchinilaibchen, je nachdem, wie groß du sie zubereitest.
- Mit einem Dip und z.B. Kartoffeln dazu, ist das eine Hauptspeise für 3 bis 4 Personen. Ein paar Ideen findest du im Post über dem Rezept, im letzten Kapitel.
- Am besten frisch aus der Pfanne servieren. Ich liebe sie aber auch kalt als Snack zwischendurch.
- Du kannst die Masse auch vorbereiten und dann in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Ich habe das bisher mit bis zu 2 Tagen gemacht. Die Zucchini wässern nur etwas nach: Je nach Teigmenge ca. 1-2 EL Kichererbsenmehl hinzufügen und es ist wieder gut.





