Spanakopita – Griechischer Spinatstrudel
Spanakopita, ist ein griechischer Spinatstrudel, den ich seit Ewigkeiten immer wieder gerne zubereite. Zugegeben, Spanakopita klingt besser, wichtiger und interessanter als Strudel. Aber mit all den Kräutern ist diese Variante auch viel eher Spanakopita als Spinatstrudel oder Spinatpie oder Spinatpastete oder wie man dieses leckere Ding auch immer taufen mag. In Schneckenform und mit Zutaten wie in meinem Rezept jedenfalls Spanakopita.
Tofu ist der neue Feta
“Damals”, in meiner vor-veganen Zeit, habe ich ihn stets mit Feta gemacht. Dann ohne Feta. Oder mit selbstgemachtem veganen Feta aus Mandeln. Oder, wie seit kurzem, mit Tofu, inspiriert von einem Rezept einer meiner Lieblings-Foodblogs eat-this.org.

Tofu in einem Strudel? Vertrau mir! Diese Kombi passt perfekt! Ich traue mich sogar zu behaupten, dass es keiner merken würde, dass das gar kein Feta ist. Noch weniger, wenn du Spanakopita bereits am Vortag zubereitest, dann kann der Tofu so richtig die guten Dinge wie Knoblauch, Kräuter, Salz und Olivenöl aufnehmen. Aber er schmeckt natürlich auch sofort sehr gut gut.
Apropos Geschmack. Spanakopita ist nicht nur irre lecker, sondern auch sehr vielseitig: Er kann eben sofort oder am nächsten Tag gegessen werden, warm oder kalt, zum Brunch, Abendessen, als Snack oder als Vorspeise. Buchstäblich jederzeit, hehe. Ich esse Spanakopita gerne pur oder mit einer Art veganem Sauerrahm (Schmand) oder Joghurtdip.

Formsache
Übrigens, noch etwas zur Form: Spanakopita hat als griechischer Spinatstrudel eben oft Schneckenform, und nicht Strudelform. Dieses Gericht kann natürlich auch als Strudel zubereitet werden. Oder, wie ich es oft mache: In einer quadratischen Form backen. Nimm dafür eine Schicht Teig, gib darauf die Füllung und darauf wieder Teig. Was ich auch einmal probieren möchte: Die einzelnen Rollen nicht zu einer Schnecke verbinden, sondern gleich als einzelne Rollen backen. Ist bestimmt ein toller Snack für unterwegs. Spanakopita-Dreiecke habe ich in Griechenland auch oft gegessen. Hast du noch Ideen für weitere Varianten?
Vegane griechische Rezepte
Falls du auf der Suche nach weiteren griechischen (veganen) Rezepten bist, solltest du jedenfalls auch Kolokithokeftedes (griechische Zucchinipuffer) oder Fasolakia versuchen, das ist ein unglaublich gutes Gericht mit grünen Bohnen und Kartoffeln.
Oder wie wäre es mit Spanakorizo? Wie du jetzt vermutlich schon weißt, muss das etwas mit Spinat sein. Bingo! Spanakorizo ist ein leckerer griechischer zitroniger Spinatreis.
Und natürlich Tzatziki – was wäre die griechische Küche ohne dieser erfrischenden Köstlichkeit?

Spanakopita – Griechischer veganer Spinatstrudel (vegan)
Zutaten
- 2 EL Olivenöl plus etwas mehr zum späteren bestreichen
- 1 Zwiebel
- 4 Knoblauchzehen
- 500 g frischer Spinat grob gehackt
- Viele Kräuter Ich habe frische Petersilie und Dill sowie getrockneten Oregano und Thymian verwendet. Sei jedenfalls großzügig!
- 1 TL Salz
- schwarzer Pfeffer
- etwas Muskatnuss frisch gerieben
- 4 EL (selbstgemachter) veganer Sauerrahm (Schmand) Ersetzen mit veganem Joghurt
- 250 g Tofu ca.
- 3 EL Hefeflocken
- 2 EL Mehl ca.
- 200 g Filo- oder Yufka-Teig Oder „Strudelteig“
- 1 EL Olivenöl zum Bestreichen
- Sesamsamen zum Bestreuen
- Schwarzkümmelsamen zum Bestreuen
Zubereitung
- Zwiebel und Knoblauch schälen und klein schneiden. Den Spinat grob hacken.
- Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel hinzufügen und glasig braten.
- Knoblauch hinzufügen und für eine weitere Minute anbraten.
- Nun den Spinat hinzufügen und einige Minuten köcheln lassen bis er zusammenfällt.
- Kräuter und Gewürze (Salz, Pfeffer, Muskatnuss) hinzufügen und noch zwei weitere Minuten kochen lassen.
- Vom Herd nehmen, Sauerrahm und Tofu dazugeben: Mit den Händen direkt über der Pfanne in kleinere Stücke zerbröseln.
- Nun kommen die Hefeflocken hinzu.
- Sollte zu viel Flüssigkeit vorhanden sein, dann den Spinat zur Seite schieben und etwas Mehl in die Flüssigkeit einrühren, um die Flüssigkeit zu binden.
- Anschließend die Füllung abkühlen lassen.
- In der Zwischenzeit den Backofen auf 200 ° C Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Schneckenform: Ein feuchtes Geschirrtuch auf die Küchenabeitsplatte legen. Darüber kommt ein Yufka-Blatt und darauf vier Esslöffel der Füllung auf die Seite mit der unteren Länge. Mithilfe des Küchentuches werden lange, aber dünne Rollen (dünner als meine …) gerollt, die dann nacheinander in Form eines Schneckenhauses in eine gefettete Springform platziert werden.
- Schnelle Version: Zwei Teigblätter (mit etwas Öl dazwischen) in eine gefettete viereckige Auflaufform legen und darauf die Füllung gleichmäßig verteilen. Auf die Füllung kommen zwei weitere Blätter mit Öl dazwischen hinzu. Für diese Variante wird weniger Teig benötigt. In diesem Fall schneide ich den Strudel (darf man bei der Form überhaupt noch von Strudel sprechen?) außerdem bereits vor dem Backen ein, um zu viele Brösel zu vermeiden, was der Fall wäre, wenn ich ihn nach dem Backen einschneiden würde.
- Die Oberseite mit etwas Olivenöl bestreichen und mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen.
- 20 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind.
Notizen
- Natürlich kann dieses Rezept auch mit gefrorenem Spinat zubereitet werden. Nach dem Auftauen das Wasser ausdrücken.
- Statt Tofu kannst du auch diesen selbstgemachten veganen Feta aus Mandeln verwenden. Reduziere dann aber das Salz, da der “Käse” salziger ist als der Tofu.






Das ist so ein tolles Rezept und recht einfach, auch wenn das Rollen von den Yuffa Blättern etwas kniffelig ist! Meinem Mann und mir hat es super geschmeckt und gibt es jetzt bestimmt öfter! Danke!
Liebe Silvia, ich freue mich sehr zu lesen, dass dir und deinem Mann der Spanakopita so super geschmeckt hat! Vielen lieben Dank für diese Rückmeldung. Hast du das Einrollen mit dem feuchten Geschirrtuch darunter probiert? Ich finde so ist es ganz gut machbar. Alternativ ließe sich alles horizontal schichten – also im Sinne von ausgelegtem Teigblatt, Füllung, Teigblatt – ggf. auch mit Blätterteig. Viele liebe Grüße, Heidi