Tzatziki

Tzatziki recipe - vegan, easy, delicious / Tzatziki Rezept - vegan, einfach, lecker - plantbasedredhead.com

Tzatziki mit Dille – vegan und jedenfalls so gut wie das griechische Original. Tzatziki selber machen ist total einfach und lohnt sich! Du musst nur zwei Kleinigkeiten beachten, dann steht dem Tzatziki-Genuss nichts mehr im Wege.

Tzatziki mit Dille esse ich immer wieder gerne, ganz besonders im Sommer, wenn es regionale Gurken gibt und ich mich von innen heraus abkühlen möchte. Und wenn ich keine Lust habe ewig und drei Tage in der Küche zu stehen, sondern lieber im Bad oder an der Donau bin.

Die griechische Vorspeise ist ein Klassiker und besteht im Wesentlichen aus Gurke und Joghurt – und Knoblauch darf auch nicht fehlen. Bei den Hauptzutaten gibt es ein paar wenige Feinheiten zu beachten, damit der Tzatziki richtig gut gelingt. Dazu gleich mehr. 

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Kretanische Gaumenfreude

Apropos richtig guter Tzatziki: Ich habe bereits einige Monate auf Kreta verbracht, und zwar im Süden, in der Gegend um Matala und Lentas. Damals war ich noch Vegetarierin und Tzatziki durfte bei keiner Mahlzeit fehlen. Ich traue mich daher zu behaupten, zu wissen, wie richtig guter original griechischer Tzatziki schmeckt. Oder auch Tsatsiki oder Zaziki. Wer schon mal auf Kreta war, kennt die kreativen Übersetzungen spätestens von den Ortsschildern. Vermutlich ist das auch in anderen griechischen Orten so. 

Joghurt 

Original griechischer Tzatziki wird – Überraschung – mit griechischem Joghurt zubereitet. Der ist recht fettig und daher so schön fest und cremig. Ich habe online schon mal vor Jahren veganen griechischen Joghurt entdeckt, im Kühlregal bislang jedoch noch immer nicht. Mit einem 08/15 Sojajoghurt wird der Tzatziki meiner Meinung nach viel zu dünnflüssig. Daher habe ich ihn nun schon länger nicht mehr gemacht – bis veganer zuckerfreier Skyr ins Kühlregal gezogen ist. Ich kaufe immer den von Alpro (zugegeben: Einen anderen habe ich bislang noch gar nicht gesehen), denn der ist so schön fest und cremig. Er schmeckt auch irgendwie fettiger, obwohl er das mit seinem Fettgehalt von 3,3 % gar nicht ist. Im Vergleich: Der zuckerfreie Sojajoghurt kommt auf 2,3 % und griechischer Joghurt um die 10 %. Tzatziki ist zwar erfrischend, darf aber auch ruhig etwas fettig sein. Daher gebe ich noch etwas Olivenöl hinzu, um den Skyr aufzufetten. Wichtig ist auch, dass ihr den Skyr glattrührt bevor ihr in verwendet, sonst hab ihr lauter Klumpen (kein Drama, aber schöner und gleichmäßiger wird das Ergebnis mit glattgerührtem Skyr).

Gurke

Das nächste „Geheimnis“ für den perfekten Tzatziki, ist die Verarbeitung der Gurke. Die muss unbedingt „entsaftet“ werden, sonst wird dein Tzatziki mit Dille eine dünne Suppe statt schön cremig. Dafür salzt du die geriebene Gurke gut ein und lässt sie etwas stehen. Aufgrund des Salzes verliert die Gurke innerhalb kurzer Zeit einiges an ihrer Flüssigkeit. Wenn du sie dann noch gut auspresst, entweder mit bloßen Händen im Sieb (so mache ich es), oder in einem Tuch, dann kann nichts mehr schiefgehen. Apropos Gurke: Ich bin mir nie sicher: soll ich sie schälen oder nicht. In der Schale stecken oft viele Vitamine, ich finde es daher schade, sie wegzuwerfen. Gleichzeitig wird das Ergebnis ohne Schale stets feiner. Meine Lösung ist eine typisch österreichische, nämlich der Mittelweg, ich schäle sie nur zum Teil, hihi. Was meinst du: Die Gurke für Tzatziki schälen oder nicht schälen? 

Tzatziki vs. Sirtaki

Ich werde übrigens nie vergessen, wie mich ein Grieche zu später (oder früher, je nach Perspektive) Stunde nach viel zu vielen Rakis verwirren wollte und mir versucht hat zu erklären, dass das Essen Sirtaki heißt und der Tanz Tzatziki. Er hat mich ausgelacht als ich ihm sagte, dass er einen Blödsinn erzählt, immerhin ist er Grieche und wird es besser wissen. Nach all den Drinks war ich dann doch ein wenig verwirrt. Aber mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass ich dir hier keine Tanzchoreografie beschreibe. 

Falls du die griechische Küche so liebst wie ich, dann lade ich dich ein, weitere Rezepte zu entdecken wie beispielsweise den Spinatreis Spanakorizo, den Spinatstrudel Spanakopita oder den Fisolen (grüne Bohnen)-Eintopf Fasolakia. Vor allem möchte ich dich auf den selbstgemachten veganen Feta aufmerksam machen, denn der passt ganz besonders gut zu Tzatziki.


Yield: 1 Schüssel (wie abgebildet)

Tzatziki mit Dille - vegan, einfach, lecker

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Tzatziki Rezept mit Dille - vegan und jedenfalls so gut wie das griechische Original. Tzatziki selber machen ist total einfach und lohnt sich!

Ingredients

  • 1 Gurke
  • 1 TL Salz
  • 400 g veganen ungesüssten Joghurt (Skyr)
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Rotweinessig
  • ca 2-3 EL frische Dille, gehackt

Instructions

  1. Die Gurke schälen (ich schäle sie zur Hälfte, siehe Notiz) und grob reiben.
  2. Die grob geriebene Gurke in ein Sieb geben und gut mit dem Teelöffel Salz vermischen.
  3. Das Sieb über eine Schüssel oder einen Topf hängen. Nach einer halben Stunde oder länger, hat die Gurke schon viel an Wasser "verloren".
  4. Presse nun die Gurke aus, was ich gleich direkt im Sieb mache.
  5. Rühre nun den Skyr in einer Schüssel glatt.
  6. Anschließend füge Knoblauch, Olivenöl, Rotweinessig und Dille hinzu.

Notes

  • Eigentlich ist es nicht notwendig, die Gurke zu schälen. In der Schale sind in der Regel Vitamine enthalten. Da die Gurke ohne Schale feiner schmeckt, gehe ich den Mittelweg und schäle sie nur teilweise.
  • Du kannst noch einen Schritt weitergehen und die Gurken der Länge nach halbieren und die Kerne mit einem Löffel herauskratzen. Das nimmt dem ganzen nochmals unnötige Flüssigkeit. Ich finde es jedoch so schade, die Kerne wegzuwerfen. Außerdem wird ja alles gut ausgedrückt.
  • Mit üblichem Sojajoghurt wird der Tzatziki zu dünnflüssig. Kaufe daher, wenn möglich, Skyr. Alternativ könntest du auch den Joghurt mittels einem Geschirrtuch über mehrere Stunden gut abtropfen lassen (ich habe diese Methode noch nie bei meinen Tzatzikis angewandt).
  • Die zwei Knoblauchzehen machen den Tzatziki schon ziemlich knoblauchig. Aber hey - wir machen hier Tzatziki und nicht Vanilleeis.
  • Ich mag meinen Tzatziki mit viel Dill, reduziere die Menge ggf. etwas.
  • Den Tzatziki musst du nicht mehr salzen, das Salz von der Gurke ist ausreichend. 
  • Haltbarkeit und Aufbewahrung: Selbstgemachten Tzatziki esse ich meist innerhalb von drei bis vier Tagen, in diesem Zeitraum ist er jedenfalls noch sehr gut. 

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