Fasolakia – Fisolen (grüne Bohnen) mit Tomaten und Kartoffeln
Fasolakia ist ein traditionelles griechisches Gericht mit Fisolen (grünen Bohnen), Kartoffeln und Tomaten, die langsam in reichlich Olivenöl geschmort werden. Das traditionell vegane Gericht wird in Griechenland als Hauptgericht gegessen und schmeckt wunderbar mit frischem Weißbrot. Dieses authentische Rezept orientiert sich an der Küche Südkretas, wo ich Gemüsegerichte wie Fasolakia kennen und lieben gelernt habe.
Jassu, Fasolakia!
Eigentlich lautet der vollständige Name dieses Gerichts ja „Fasolakia Ladera me Patates“ (Φασολάκια λαδερά με πατάτες). Fasolakia (Φασολάκια) bedeutet auf Griechisch schlicht „Fisolen“, wie wir in Österreich zu grünen Bohnen sagen.
Das „Ladera“ (λαδερά) im Namen verrät schon einiges über die Zubereitung: Ladera sind traditionelle griechische Gemüsegerichte, die langsam in reichlich Olivenöl und meist mit Tomaten gekocht bzw. geschmort werden.
Auf Südkreta habe ich Ladera in den unterschiedlichsten Varianten gegessen. Neben Fasolakia zum Beispiel auch Briam mit verschiedenem Sommergemüse oder Okraschoten. Genau diese einfachen Gemüsegerichte sind für mich bis heute untrennbar mit der griechischen Küche verbunden.
Für Ladera-Gerichte werden typischerweise zunächst Zwiebeln in gutem Olivenöl gedünstet. Dazu kommen Tomaten, Gemüse, Kräuter und etwas Wasser und alles darf gemeinsam schmoren.
Bei Fasolakia sind natürlich Fisolen die Hauptdarsteller – und weil wir hier die „me Patates“-Version (με πατάτες, „mit Kartoffeln“) kochen, kommen auch Kartoffeln mit in den Topf. Am Ende darf noch einmal Olivenöl dazu. Ja, noch mehr.

Schnelles und einfaches Gericht, welches gleichzeitig noch unfassbar gut schmeckt.
Zutaten für Fasolakia
Für Fasolakia brauchst du nur wenige, einfache Zutaten. Zu einigen davon habe ich noch ein paar Tipps und Hinweise für dich:
- Fisolen (grüne Bohnen): Frische Fisolen sind natürlich wunderbar, aber Fasolakia gibt es bei mir nicht nur während der Bohnensaison. Im Winter greife ich meist auf Tiefkühl-Fisolen zurück. Nicht ganz im Sinne der griechischen frischen Küche, aber lieber so, als gar keine Fasolakia!
- Tomaten: Im Sommer verwende ich gerne frische, aromatische Tomaten. Im Winter greife ich meist auf Dosentomaten zurück – die sind mir dann wesentlich lieber als wässrige frische Tomaten.
- Kartoffeln: Sie gehören in unsere „me Patates“-Version und machen das Gericht schön sättigend.
- Olivenöl: Ein gutes Olivenöl, idealerweise griechisches, und davon reichlich ist ein wesentlicher Bestandteil des Gerichts und nicht nur zum Anbraten da.
- Kräuter und Gewürze: Oregano, Thymian und Lorbeerblatt sorgen für das mediterrane Aroma. Und weil Chili bei mir fast überall reinkommt, darf auch hier etwas davon dazu.


Fasolakia brauchen Zeit
Die Zutaten sind sehr einfach, aber die Zubereitung von Fasolakia ist keinesfalls schnell, denn das Gemüse köchelt ganz gemütlich vor sich hin. Typisch griechisch: „siga siga“ – langsam, langsam, nur keinen Stress.
Lass den Fasolakia beim Köcheln wirklich ihre Zeit. Die Fisolen sollen schön weich werden, die Kartoffeln gar sein und die Tomatensauce darf dabei einkochen. Anders als bei vielen grünen Bohnen-Gerichten geht es hier nicht um knackige Bohnen – genau die weiche, geschmorte Konsistenz gehört für mich zu Fasolakia dazu.
Und was dazu?
Für mich gehört zu Fasolakia unbedingt frisches Weißbrot, mit dem sich die herrliche Tomaten-Olivenöl-Sauce auftunken lässt.
In Griechenland wird zu Ladera-Gerichten gerne Feta serviert. Ich nehme stattdessen selbstgemachten veganen Feta. Nicht ganz griechisch aber mit seiner leicht säuerlichen Note auch geschmacklich passend: Ein Klecks (ebenfalls selbstgemachter) veganer Sauerrahm.
Fasolakia wird also, bis auf etwaige “Add ons”, so wie es ist gegessen, denn es handelt sich hierbei um ein eigenständiges Hauptgericht.



Fasolakia aufbewahren & aufwärmen
Reste kannst du gut verschlossen etwa 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag schmecken Fasolakia mindestens genauso gut, wenn alles schön durchgezogen ist.
Zum Aufwärmen gibst du sie einfach wieder in einen Topf und erwärmst sie langsam bei niedriger bis mittlerer Hitze. Falls die Tomatensauce dabei zu dick geworden ist, kannst du einen kleinen Schluck Wasser dazugeben.
Kali orexi!
Wie du vielleicht schon gemerkt hast, liebe ich die griechische Küche. Deshalb findest du hier mittlerweile noch einige andere griechische Lieblingsrezepte: meinen Spinatreis Spanakorizo, den Spinatstrudel Spanakopita, veganen Feta aus Mandeln, veganes Tzatziki und meine veganen Zucchinilaibchen, die von griechischen Kolokithokeftedes inspiriert sind.
Also: Kali orexi – guten Appetit!


Fasolakia: Grüne Bohnen mit Tomaten und Kartoffeln auf griechische Art
Zutaten
- 1 große Zwiebel
- 4 Knoblauchzehen
- 400 g Tomaten frisch oder aus der Dose
- 350 g Kartoffeln
- 10 EL Olivenöl griechisches
- 1 EL Tomatenmark
- ½ Tasse Wasser ca. 125 ml, siehe Anmerkungen
- ¾ TL Salz
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 1 TL Oregano getrocknet (oder mehr frischen)
- ½ TL Thymian getrocknet (oder mehr frischen)
- 1 Lorbeerblatt
- 500 g Fisolen grüne Bohnen, frisch oder tiefgekühlt
- vegane Feta-Alternative optional zum Servieren (der Link führt zu meinem Mandelfeta-Rezept)
Zubereitung
- Zwiebel, Knoblauch, Tomaten und Kartoffeln vorbereiten: Zwiebel und Knoblauch schälen und klein schneiden. Kartoffeln schälen und in kleinere Stücke schneiden. Frische Tomaten ebenfalls klein schneiden.
- Zwiebel dünsten: 8 EL Olivenöl in einer großen Pfanne oder einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze 1–2 Minuten dünsten.
- Knoblauch hinzufügen: Knoblauch dazugeben und weiterdünsten, bis die Zwiebel glasig ist. Zwiebel und Knoblauch sollen dabei nicht braun werden.
- Tomaten hinzufügen: Tomatenmark und Tomaten dazugeben und gut umrühren.
- Kartoffeln, Wasser und Gewürze hinzufügen: Kartoffeln, Wasser, Salz, etwas schwarzen Pfeffer, Oregano, Thymian und Lorbeerblatt hinzufügen. Zugedeckt etwa 15 Minuten köcheln lassen.
- Fisolen vorbereiten: Während die Kartoffeln in der Tomatensauce vorgaren, bei frischen Fisolen beide Enden abschneiden und sehr lange Fisolen einmal halbieren. Tiefgekühlte Fisolen können direkt verwendet werden.
- Fisolen hinzufügen: Fisolen dazugeben und alles zusammen weitere etwa 20 Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis Kartoffeln und Fisolen schön weich sind. Zwischendurch umrühren und prüfen, ob noch etwas Wasser benötigt wird. Es soll nichts im Wasser schwimmen, aber auch nicht vollständig trocken werden – ein bisschen Sauce ist genau das, was wir wollen.
- Mit Olivenöl vollenden: Sobald Fisolen und Kartoffeln schön weich sind, den Herd ausschalten und die restlichen 2 EL Olivenöl unterrühren.
- Servieren: Fasolakia mit frischem Weißbrot zum Auftunken der herrlichen Ladera-Sauce und nach Belieben mit veganem Feta servieren.
Notizen
- Olivenöl: Das hier ist ein griechisches Gericht – geize nicht mit dem Olivenöl!
- Bei TK-Fisolen: Starte zunächst mit ¼ Tasse (ca. 60 ml) Wasser und gib nur bei Bedarf mehr dazu.





Sowas von mega lecker…unsere ganze Familie ist super begeistert…wird es sicher öfter geben
– Karin (Kommentar)